Projekt Beschreibung

Religion im Kontext von Migration und Flucht

Mit Blick auf die jüngsten Flucht- und Migrationsbewegungen wird Religion in den Medien oft als Problem und potentielles ‚Integrationshindernis‘ thematisiert. Dabei sind die Deutungshorizonte und das Selbst- und Weltverständnis oft religiös geprägt und Religion ein wichtiger Faktor bei der Generierung von Copingstrategien für das Erlebte. Legt man einen Kompetenzansatz und die Frage nach Resilienz zu Grunde, können Religion und die transnationalen Fluchterfahrungen auch als mögliche biografische Ressource von Müttern und Kindern betrachtet werden. Um ein genaueres Bild der Funktion von Religion für Mütter und Kinder mit Fluchterfahrungen zu bekommen, wird diese in dem qualitativ-empirischen Forschungsprojekt als möglicher Resilienzfaktor und Ressource in den Blick genommen. Das Untersuchungsinteresse richtet sich dabei zum einen auf den Zusammenhang von Religiosität und Resilienz bzw. Vulnerabilität, zum anderen auf die soziale Funktion von Religion im Kontext von Flucht und gesellschaftlicher Integration. Für die quantitativ-empirische Studie wurden Interviews mit muslimischen, ezidischen und christlichen Kindern und Müttern in den Städten Hamburg, Paderborn, Dortmund, Bremen und Berlin durchgeführt.

In Zusammenarbeit mit World Vision und in Kooperation mit der „Flüchtlingsambulanz“ im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) unter der ärztlichen Leitung Frau Dr. Areej Zindler entstand die Kinderstudie „Flucht, Religion, Resilienz“, die der Frage nachgeht, welche Bedeutung der individuelle Glaube und die Einbindung in Religionsgemeinschaften für die Resilienz dieser Kinder angesichts ihrer vielfachen Belastungen von Flucht und Integration in Deutschland hat.

World Vision Studie